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Symbolhaltige Naturlandschaften und Naturwahrze...
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Bestimmte Naturlandschaften haben Wahrzeichencharakter. Sie können zu gleichsam sprichwörtlichen, unter den Betroffenen umstandslos wiedererkennbaren Denominationen werden, die in ihrem Assoziationshof einschneidende, über Generationen hinweg gültige Lebenserfahrungen versammeln: Aufbruch und Ankunft, Einwanderung und Auswanderung, Deportation und Vertreibung, Pilgerziel und Projektion transzendierender Hoffnung.So symbolisiert, um wenige Beispiele zu nennen, etwa das Kaukasusgebirge mit dem biblischen Berg Ararat eine auch chiliastisch motivierte Auswanderung von Württemberger pietistischen Gemeinden nach Georgien, Armenien und Aserbaidschan, die Steppe "Baragan" benennt einen Vorstellungskomplex aus Deportation, Isolation und der Kargheit als Schrecknis der Natur, nicht nur für die betroffenen Banater Deutschen, sondern auch für die Aromunen in Rumänien, das Naherholungsgebiet "Junger Wald" bei Sibiu/Hermannstadt markiert zunächst ein Symbol für stadtbürgerliche Emanzipation und ihr Selbstbewusstsein, bestimmte Wallfahrtswege und -orte stehen für ein Erlösungsversprechen gerade gegen die Gefahren der Naturwelt, bestimmte Aspekte der Mittleren Donau-Landschaft bieten und prägen ästhetische Bilder von erinnerten Arbeitsweisen und Lebensformen. Einige grundsätzliche Bemerkungen zur Idee von Naturschutz- und Wildniskonzepten der Moderne ergänzen den Band.

Anbieter: Dodax
Stand: 27.02.2020
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"Ein trauriges Fiasko"
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Jonas Kreienbaum bereichert mit seiner Untersuchung der kolonialen Konzentrationslager im südlichen Afrika ein intensiv und kontrovers diskutiertes Forschungsfeld, das sich vornehmlich um die Frage dreht, ob es sich bei den nationalsozialistischen Lagern des NS-Regimes um eine kontinuierliche Weiterentwicklung der kolonialen Lager unter deutscher Herrschaft handelt.Tausende Internierte der Lager in Südafrika und Deutsch-Südwestafrika starben, manche verloren binnen weniger Wochen ihre gesamte Familie, die Überlebenden wurden durch die Erfahrung von Deportation, Mangel, Krankheiten, Gewalt und Tod traumatisiert. "Die ganze Sache war ein trauriges Fiasko", gestand Sir Alfred Milner am 8. Dezember 1901 in einem vertraulichen Brief.Jonas Kreienbaum fragt nach dem Zweck der kolonialen Konzentrationslager, nach dem Lageralltag und den Gründen für das signifikante Massensterben. Waren sie als Vernichtungslager angelegt oder eher als Orte der Zwangsmodernisierung? Nach Kreienbaum hatten die kolonialen und nationalsozialistischen Lager weniger miteinander gemein, als der gemeinsame Begriff suggeriert, denn der Primärzweck der kolonialen Lager war ein militärischer.

Anbieter: Dodax
Stand: 27.02.2020
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Sendling arisiert, m. 1 Karte
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Sendling arisiertEnteignung und Vertreibung jüdischer Nachbarn im NationalsozialismusDie Ausstellung "Sendling arisiert" thematisiert die Enteignung und Vertreibung der Sendlinger Juden während des Nationalsozialismus. Sie wurden gezwungen ihre Geschäfte und Immobilien deutlich unter Wert zu verkaufen. Nach und nach mussten sie alle ihre Wertgegenstände abliefern. Für die Sendlinger Juden bedeutete Arisierung Entrechtung, Verlust ihres Heims und ihrer sozialen Stellung, gesellschaftliche Isolation und Armut. Mit der Vernichtung ihrer Lebensgrundlage zwang das NS-Regime sie, ihr Land zu verlassen. Zu guter Letzt raubte der Staat denjenigen, die in Deutschland zurückblieben, bei ihrer Deportation in die osteuropäischen Ghettos und Vernichtungslager ihre letzten Vermögenswerte. Am Kriegsende lebten in Sendling keine Juden mehr.In Sendling wohnten Anfang der 1930er Jahre mehr als einhundert Juden. Damit war der Anteil der jüdischen Bevölkerung in dem früheren Arbeiterviertel deutlich geringer als etwa in Schwabing oder in der Isarvorstadt. Doch auch in Sendling hinterließen die Arisierungen zahlreiche Leerstellen. Über Nacht wechselten die Inhaber von Geschäften oder die Geschäfte verschwanden ganz aus dem Stadtbild. Langjährige Nachbarn zogen aus und kehrten nicht zurück.Die Vertreibung der Juden verlief nicht lautlos. Sie geschah in aller Öffentlichkeit und begann schon lange bevor ab Ende 1941 die Juden deportiert und ermordet wurden. Sendlinger profitierten von der Vertreibung ihrer Nachbarn. Sie übernahmen ihre Geschäfte, erwarben günstig ihren Hausrat und zogen in die freigewordenen Wohnungen ein. Unliebsame Konkurrenten verschwanden.Die eingelegte Karte zeigt jene Orte, an denen in Sendling jüdische Geschäfte arisiert wurden oder an denen in Sendling jüdische Gewerbetreibende wohnten, deren Firmen im Zuge der "Entjudung" der Wirtschaft arisiert oder aufgelöst wurden. In der Ausstellung werden einige dieser Orte, die mit ihnen verbundenen Geschichten und Biografien aufgegriffen. Um die historischen Orte im heutigen Stadtteil wiederfinden zu können, sind aktuelle Fotos der dort befindlichen Gebäude abgebildet. Dieses Faltblatt soll Interessierten ein Wegweiser sein, der sie an jene Orte führt, an denen vor ihrer Vertreibung in Sendling Juden gelebt und gearbeitet haben.

Anbieter: Dodax
Stand: 27.02.2020
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Frankfurt am Main - FrauenKZ Ravensbrück
14,80 € *
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Das Frauenprojekt Frankfurt am Main — FrauenKZ Ravensbrück ist eine noch keineswegs abgeschlossene Spurensuche in doppelter Hinsicht: Zum einen soll es Frauen, die aus Frankfurt am Main nach Ravensbrück in das zentrale Frauenkonzentrationslager der Kriegsjahre deportiert wurden, ihre Namen, Gesichter und Biografien wiedergeben, zum anderen sucht es in Frankfurt Orte auf, an denen diese Frauen vor ihrer Deportation wohnten und arbeiteten, und Orte, an denen ihrer heute gedacht wird.

Anbieter: Dodax
Stand: 27.02.2020
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Letzte Orte vor der Deportation
20,00 € *
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Der Großteil der mehr als 66.000 österreichischen Shoah-Opfer wurde von vier Wiener Sammellagern aus in den Tod geschickt. Diese Orte sind im kollektiven Gedächtnis Wiens und Österreichs praktisch nicht präsent. In der europäischen Topographie der Shoah sind dies jedoch zentrale Orte. In den Jahren 1941/42 wurden in diesen vier Sammellagern Jüdinnen und Juden interniert. Hier wurden die Transporte mit jeweils rund 1.000 Personen zusammengestellt. Sie wurden in Lastwägen zum Aspangbahnhof gebracht - der Weg führte mitten durch die Stadt. Von Februar 1941 bis Oktober 1942 gingen insgesamt 45 Deportationszüge in die Ghettos, Vernichtungslager und Todesstätten.Mit diesem Buch werden erstmals umfassend die Organisation und Durchführung der Deportationen der jüdischen Bevölkerung aus Wien und die Rolle der Sammellager beleuchtet. Amtliche Quellen, Briefe, Tagebücher, Fotografien, aber auch ZeitzeugInnenberichte geben Einblick in diese letzten Orte vor der Deportation.Die Ausstellung "Letzte Orte vor der Deportation" ist im Amtshaus des Bezirks Leopoldstadt zu sehen.

Anbieter: Dodax
Stand: 27.02.2020
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Shoah  [2 BRs]
24,99 € *
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Shoah, Schoah, Shoa, Schoa. Hebräisch für: Abgrund, Vernichtung, Dunkelheit, große Katastrophe, Unheil, Untergang. Der französische Filmemacher Claude Lanzmann legte Mitte der 80er Jahre mit SHOAH eine der radikalsten und umfassendsten Filmarbeiten über die Vernichtung des europäischen Judentums im Nationalsozialismus vor. 12 Jahre Arbeit, 350 Stunden Material, 9 1/2 Stunden Film gegen das Vergessen. Dabei verzichtet dieses epische Großprojekt auf Musik, auch auf jegliche Form des Kommentars und vor allem auf historisches Archivmaterial auf die Bilder von Massengräbern, Gaskammern, von ausgemergelten Körpern. Im Mittelpunkt stehen nicht die Dokumente der Vergangenheit, sondern die Gegenwärtigkeit des Erinnerns. Lanzmann besuchte die Orte der Vernichtung, die Todesfabriken Chelmno, Belzec, Sobibor, Treblinka, Auschwitz und fand Orte vor, über die Gras gewachsen war. Daher die Insistenz, mit der er in Polen, in Israel, in den USA, in Deutschland letzte Augenzeugen der Katastrophe seltene Überlebende der Sonderkommandos«, Zuschauer und auch NS-Täter ausfindig machte und zu Deportation und Lageralltag befragte. Das Erlebte aber drängt mit aller Kraft ins Vergessen. Es bedurfte eines hohen, psychologisch geschulten Aufwands und einer ausgefeilten Fragetechnik, um die Befragten zum Sprechen zu bringen und ihnen zu entlocken, was nicht bewältigt werden kann. Ohne chronologische Anordnung und bewusst fragmentarisch präsentiert, ergeben die Interviews ein subtil gewobenes Geflecht ineinander verschränkter Perspektiven auf das Unbegreifliche. 40 Jahre nach Kriegsende fertig gestellt, erregte der Film Aufsehen und Bewunderung.

Anbieter: Thalia AT
Stand: 27.02.2020
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Shoah  [4 DVDs]  (Studienausgabe)
19,99 € *
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Der französische Filmemacher Claude Lanzmann legte Mitte der 80er Jahre mit SHOAH eine der umfassendsten Filmarbeiten über die Vernichtung des europäischen Judentums vor. 12 Jahre Arbeit, 350 Stunden Material, 9 1/2 Stunden Film gegen das Vergessen. Dabei verzichtet dieses epische Mammutprojekt auf Musik, auch auf jegliche Form der Analyse und vor allem auf historisches Bildmaterial auf die Bilder von Massengräbern, Gaskammern, von ausgemergelten Körpern. Im Mittelpunkt stehen nicht die Dokumente der Vergangenheit, sondern steht die Gegenwärtigkeit des Erinnerns. Lanzmann besucht die Orte der Vernichtung, die 'Todesfabriken' Chelmno, Belzec, Treblinka, Auschwitz und findet Orte vor, über die Gras gewachsen ist. Daher die Insistenz, mit der er in Polen, in Israel, in den USA, in Deutschland letzte Augenzeugen der Katastrophe seltene Überlebende, Zuschauer und auch Täter ausfindig macht und zu Deportation, Lageralltag, Vernichtung befragt. Das Erlebte aber drängt mit aller Kraft ins Vergessen. Es bedarf eines hohen, psychologisch geschulten Aufwands und einer ausgefeilten Fragetechnik, um die Befragten zum Sprechen zu bringen und ihnen zu entlocken, was nicht bewältigt werden kann. Ohne chronologische Anordnung und bewusst fragmentarisch präsentiert, ergeben die Interviews ein subtil gewobenes Geflecht ineinander verschränkter Perspektiven auf das Unbegreifliche. 40 Jahre nach Kriegsende fertig gestellt, erregte der Film Aufsehen und Bewunderung, lief auf etlichen Festivals, war mehrfach im Fernsehen zu sehen, bis Mitte der 90er Jahre auf VHS erhältlich und ist seitdem in Deutschland nicht mehr greifbar. Nunmehr 62 Jahre nach Kriegsende ist es höchste Zeit, dieses Monument historischer Aufklärung jenseits von Guido Knopp und Steven Spielberg in Deutschland auf DVD zugänglich zu machen. DIE BEFRAGTEN (in der Reihenfolge ihres Erscheinens im Film): Simon Srebnik, auch Shimon Srebrnik (Überlebender der zweiten Vernichtungsphase von Chelmno); Mordechai Podchlebnik (Überlebender der ersten Vernichtungsphase von Chelmno); Hanna Zaidl (Tochter von Motke Zaidl); Motke Zaidl (Überlebender von Wilna); Itzhak Dugin (Überlebender von Wilna); Jan Piwonski (Einwohner von Sobibor, Hilfsweichensteller); Richard Glazar (Überlebender von Treblinka); Paula Biren (Überlebende von Auschwitz); Pana Pietyra (Einwohnerin von Auschwitz); Pan Filipowicz (Bewohner von Wlodawa. Zeuge der Deportation der Juden von Wlodawa); Pan Falborski (Einwohner von Kolo bei Chelmno, Kfz-Mechaniker); Abraham Bomba (Friseur in der Gaskammer von Treblinka); Czeslaw Borowi (Polnischer Bauer); Henrik Gawkowski (Polnischer Lokführer in Treblinka); Rudolf Vrba (Überlebender von Auschwitz und Birkenau, Mitglied der Widerstandsbewegung); Inge Deutschkron (Lebte während des ganzen Krieges in Verstecken in Berlin); Franz Suchomel (SS-Unterscharführer; ab August 1942 Wächter in Treblinka); Filip Müller (Überlebender der fünf Liquidierungen des Sonderkommandos von Auschwitz und Birkenau); Joseph Oberhauser (Fahrer von Globocznik, des Leiters der Aktion Reinhard(t)); Alfred Spieß (Oberstaatsanwalt, Vertreter der Anklage in beiden Treblinka-Prozessen); Raul Hilberg (Historiker, USA); Franz Schalling (Mitglied der Schutzpolizei, Chelmno - 'Schloßkommando'); Martha Michelsohn (Ehefrau des Nazi-Lehrers von Chelmno); Moshe Mordo (Überlebender von Auschwitz-Birkenau); Armando Aaron (Vorstehender der jüd. Gemeinde von Korfu; Überlebender von Auschwitz-Birkenau); Walter Stier (Generaldirektion der Ostbahn/Deutsche Reichsbahn in Krakau; Gedob in Warschau); Ruth Elias (Überlebende des tschechischen Familienlagers in Auschwitz-Birkenau); Jan Karski (Ehemaliger Kurier der polnischen Exilregierung); Franz Grassler (Stellvertreter des Nazi-Kommisars Auerswald für das Warschauer Ghetto); Gertrude Schneider (mit ihrer Mutter. Überlebende des Rigaer Ghettos); Yitzhak Zuckerman (Überlebender des Warschauer Ghettos, 2. Befehlshaber der jüdischen Kampforganisation - ZOB); Simha Rotem (Überlebender des Warschauer Ghettos, Mitglied der ZOB)

Anbieter: Thalia AT
Stand: 27.02.2020
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Shoah  [2 BRs]
41,90 CHF *
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Shoah, Schoah, Shoa, Schoa. Hebräisch für: Abgrund, Vernichtung, Dunkelheit, grosse Katastrophe, Unheil, Untergang. Der französische Filmemacher Claude Lanzmann legte Mitte der 80er Jahre mit SHOAH eine der radikalsten und umfassendsten Filmarbeiten über die Vernichtung des europäischen Judentums im Nationalsozialismus vor. 12 Jahre Arbeit, 350 Stunden Material, 9 1/2 Stunden Film gegen das Vergessen. Dabei verzichtet dieses epische Grossprojekt auf Musik, auch auf jegliche Form des Kommentars und vor allem auf historisches Archivmaterial auf die Bilder von Massengräbern, Gaskammern, von ausgemergelten Körpern. Im Mittelpunkt stehen nicht die Dokumente der Vergangenheit, sondern die Gegenwärtigkeit des Erinnerns. Lanzmann besuchte die Orte der Vernichtung, die Todesfabriken Chelmno, Belzec, Sobibor, Treblinka, Auschwitz und fand Orte vor, über die Gras gewachsen war. Daher die Insistenz, mit der er in Polen, in Israel, in den USA, in Deutschland letzte Augenzeugen der Katastrophe seltene Überlebende der Sonderkommandos«, Zuschauer und auch NS-Täter ausfindig machte und zu Deportation und Lageralltag befragte. Das Erlebte aber drängt mit aller Kraft ins Vergessen. Es bedurfte eines hohen, psychologisch geschulten Aufwands und einer ausgefeilten Fragetechnik, um die Befragten zum Sprechen zu bringen und ihnen zu entlocken, was nicht bewältigt werden kann. Ohne chronologische Anordnung und bewusst fragmentarisch präsentiert, ergeben die Interviews ein subtil gewobenes Geflecht ineinander verschränkter Perspektiven auf das Unbegreifliche. 40 Jahre nach Kriegsende fertig gestellt, erregte der Film Aufsehen und Bewunderung.

Anbieter: Orell Fuessli CH
Stand: 27.02.2020
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Shoah  [4 DVDs]  (Studienausgabe)
34,90 CHF *
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Der französische Filmemacher Claude Lanzmann legte Mitte der 80er Jahre mit SHOAH eine der umfassendsten Filmarbeiten über die Vernichtung des europäischen Judentums vor. 12 Jahre Arbeit, 350 Stunden Material, 9 1/2 Stunden Film gegen das Vergessen. Dabei verzichtet dieses epische Mammutprojekt auf Musik, auch auf jegliche Form der Analyse und vor allem auf historisches Bildmaterial auf die Bilder von Massengräbern, Gaskammern, von ausgemergelten Körpern. Im Mittelpunkt stehen nicht die Dokumente der Vergangenheit, sondern steht die Gegenwärtigkeit des Erinnerns. Lanzmann besucht die Orte der Vernichtung, die 'Todesfabriken' Chelmno, Belzec, Treblinka, Auschwitz und findet Orte vor, über die Gras gewachsen ist. Daher die Insistenz, mit der er in Polen, in Israel, in den USA, in Deutschland letzte Augenzeugen der Katastrophe seltene Überlebende, Zuschauer und auch Täter ausfindig macht und zu Deportation, Lageralltag, Vernichtung befragt. Das Erlebte aber drängt mit aller Kraft ins Vergessen. Es bedarf eines hohen, psychologisch geschulten Aufwands und einer ausgefeilten Fragetechnik, um die Befragten zum Sprechen zu bringen und ihnen zu entlocken, was nicht bewältigt werden kann. Ohne chronologische Anordnung und bewusst fragmentarisch präsentiert, ergeben die Interviews ein subtil gewobenes Geflecht ineinander verschränkter Perspektiven auf das Unbegreifliche. 40 Jahre nach Kriegsende fertig gestellt, erregte der Film Aufsehen und Bewunderung, lief auf etlichen Festivals, war mehrfach im Fernsehen zu sehen, bis Mitte der 90er Jahre auf VHS erhältlich und ist seitdem in Deutschland nicht mehr greifbar. Nunmehr 62 Jahre nach Kriegsende ist es höchste Zeit, dieses Monument historischer Aufklärung jenseits von Guido Knopp und Steven Spielberg in Deutschland auf DVD zugänglich zu machen. DIE BEFRAGTEN (in der Reihenfolge ihres Erscheinens im Film): Simon Srebnik, auch Shimon Srebrnik (Überlebender der zweiten Vernichtungsphase von Chelmno); Mordechai Podchlebnik (Überlebender der ersten Vernichtungsphase von Chelmno); Hanna Zaidl (Tochter von Motke Zaidl); Motke Zaidl (Überlebender von Wilna); Itzhak Dugin (Überlebender von Wilna); Jan Piwonski (Einwohner von Sobibor, Hilfsweichensteller); Richard Glazar (Überlebender von Treblinka); Paula Biren (Überlebende von Auschwitz); Pana Pietyra (Einwohnerin von Auschwitz); Pan Filipowicz (Bewohner von Wlodawa. Zeuge der Deportation der Juden von Wlodawa); Pan Falborski (Einwohner von Kolo bei Chelmno, Kfz-Mechaniker); Abraham Bomba (Friseur in der Gaskammer von Treblinka); Czeslaw Borowi (Polnischer Bauer); Henrik Gawkowski (Polnischer Lokführer in Treblinka); Rudolf Vrba (Überlebender von Auschwitz und Birkenau, Mitglied der Widerstandsbewegung); Inge Deutschkron (Lebte während des ganzen Krieges in Verstecken in Berlin); Franz Suchomel (SS-Unterscharführer; ab August 1942 Wächter in Treblinka); Filip Müller (Überlebender der fünf Liquidierungen des Sonderkommandos von Auschwitz und Birkenau); Joseph Oberhauser (Fahrer von Globocznik, des Leiters der Aktion Reinhard(t)); Alfred Spiess (Oberstaatsanwalt, Vertreter der Anklage in beiden Treblinka-Prozessen); Raul Hilberg (Historiker, USA); Franz Schalling (Mitglied der Schutzpolizei, Chelmno - 'Schlosskommando'); Martha Michelsohn (Ehefrau des Nazi-Lehrers von Chelmno); Moshe Mordo (Überlebender von Auschwitz-Birkenau); Armando Aaron (Vorstehender der jüd. Gemeinde von Korfu; Überlebender von Auschwitz-Birkenau); Walter Stier (Generaldirektion der Ostbahn/Deutsche Reichsbahn in Krakau; Gedob in Warschau); Ruth Elias (Überlebende des tschechischen Familienlagers in Auschwitz-Birkenau); Jan Karski (Ehemaliger Kurier der polnischen Exilregierung); Franz Grassler (Stellvertreter des Nazi-Kommisars Auerswald für das Warschauer Ghetto); Gertrude Schneider (mit ihrer Mutter. Überlebende des Rigaer Ghettos); Yitzhak Zuckerman (Überlebender des Warschauer Ghettos, 2. Befehlshaber der jüdischen Kampforganisation - ZOB); Simha Rotem (Überlebender des Warschauer Ghettos, Mitglied der ZOB)

Anbieter: Orell Fuessli CH
Stand: 27.02.2020
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